300 startet

Die Verfilmung “300″ nach dem Comic von Frank Miller, auch Schöpfer von Sin City, wird in Deutschland erstmalig am 5. April zu sehen sein.
Die Geschichte handelt von der ersten Schlacht bei den Thermopylen, in der der Spartanerkönig Leonidas mit dreihundert seiner Leibgardisten eine gewaltige Übermacht der Perser zwei Tage aufhalten konnte und durch dieses Opfer, der gesamten griechischen Welt als Vorbild, zum Krieg gegen die Invasoren aufrief.
Die Story wird natürlich nicht historisch getreu wiedergegeben.
Wobei wir auch schon beim Knackpunkt wären, nämlich der Botschaft des Filmes. Einige Kritiker, wie bspw. Thomas Willmann von “Artechock Film” behaupten “300″ wäre ein Propagandastreifen der zum durchhalten im Irak oder sogar schon zur Vorbereitung eines Krieges gegen den Iran helfen soll.
Nicht verwunderlich erscheint es da auch, dass Vertreter des Irans von der Unesco eine Verurteilung des Films forderten.
Sie erklärten der Film schmähe, das iranische Volk, welches Wiege der Zivilisation und Begründer des Dialogs zwischen Kulturen und Zivilisationen ist. Der Film stelle die Iraner als aggressiv und kriegerisch dar, verfälsche die alte iranische Zivilisation und Kultur.
Weiter gingen die Iraner sogar soweit zu behaupten “300″ wäre mit Geldern des US-Verteidigungsministeriums gedreht worden. (Quelle Berliner Zeitung v. 20.03.2007)
Im Gegensatz zu Thomas Willmann glaubt Deike Stagge von Filmstarts, dass der Film völlig überzogenen Heldentrash im Comicstil darstellt, der von seinem Schauwert gut leben kann.
Allerdings räumt auch er ein, dass das an faschistische Propaganda erinnernde Blut und Ehre-Gerede“ bei einigen Kritikern auf Widerstand stoßen wird.
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März 27th, 2007 at 20:09
So eine Diskussion über 300 habe ich auf meinem Blog auch. Ich versteh das nicht wirklich, denn es ist Popcornkino. Etwa su historisch richtig wie Titanic, nur das da niemand auf komische Ideen gekommen ist. Komische Zeit, komische Leute, aber die werden mir nicht das Kinovergnügen vermiesen. Wenn alles nämlich nur noch auf politisch Koreckt abgeklopf würde, dann wäre es mit Spaß zumindest vorbei.
Wenn dich die Diskussion dennoch interessiert:
http://www.onezblog.de/item/20...ie-schlacht-an-den-thermopylen
März 27th, 2007 at 21:48
Ich möchte den Film auch auf jeden Fall sehen.
Sieht schon alles sehr geil aus, Action kommt nicht zu kurz und das alles kombiniert mit eine Geschichte aus der Antike.
Was will man mehr ?
Allerdings fand ich interessant wie manche Kritiker den Film sehen. Und da ich ihn noch nicht gesehen habe wollte ich, dass mal einfach so reinsetzen.
Du hast natürlich recht, dass nicht “alles auf politisch korrekt abgeklopft” werden muß — dass wäre wohl mehr als langweilig.
Andererseits sollte es wirklich ein Propagandastreifen sein, sollte man sich dessen zumindest bewußt sein.
März 27th, 2007 at 23:40
Hier mal ein Link zum deutschen Trailer, für alle die nicht so auf scheiß Englisch stehen http://www.moviemaze.de/media/trailer/2744/300.html
Und PS: Scheiß auf in deutsch kommen manche Sachen nicht so gut rüber, wer hat denn die kreativere Sprache? Man muss sie nur richtig nutzen!
März 29th, 2007 at 18:39
henge, wie kommst du denn auf die Schiene? Die “kreativere Sprache” soll Deutsch sein, womit begründest du das denn? Ich schau mir die meisten Filme ja nu auch lieber auf Deutsch an, aber solchen Aussagen muss ich klar widersprechen. Es sei denn du hast gute Gründe um diese zu untermauern, aber die spreche ich dir jetzt mal ab und lasse mich im Zweifelsfall überraschen
April 4th, 2007 at 22:56
ok, gut dann sprich es mir ab, das geht ja in Ordnung.
Aber bitte tu mir den Gefallen und sprich es nicht Goethe, Schiller, Lessing, … ab.
Danke!
April 8th, 2007 at 13:08
Ach so und Shakespeare, Hemmingway, Salinger, Boyle und etliche Millionen von kreativen englischsprachigen Schreibern sprichst du die Kreativität ab? Deine Aussage ist deshalb Schwachsinn, weil du eine Wertung vornimmst. Hättest du geschrieben, Deutsch ist sicher kreativ genug, um so einen Film zu vertonen, hätte ich dir zugestimmt. Ich sehe aber nicht das Argument in Goethe und Schiller, dafür, dass Deutsch kreativer ist als Englisch, sondern nur dafür, dass Deutsch kreativ sein kann.
April 12th, 2007 at 12:38
Dass der Film mit den historischen Gegebenheiten nicht übereinstimmt, überlass ich dem Regisseur. Was mich nur unglaublich gestört hat, ist, dass die ganzen Schlachtszenen total unrealistisch aufgebaut sind. Ein paar Speere bringen einen Kriegselefanten dazu, die Klippen hinunterzuspringen, und es gibt 3 Meter große Monstermenschen, und wasweißichwas für Krüppelmenschen. Ein gewaltiger Fantasyfilm, der sich toll anschauen lässt und begeistert, wenn man sich darauf einlässt; aber mit der Schlacht an den Thelopylen hat das absolut nichts zu tun. Ich kann keinen einzigen Punkt finden, der übereinstimmt. Ein Pass wird zur Schlucht, ein Bauernheer wird zu Elitesoldaten mit Goldmasken, eine Lanze wird zum Speer, ein Perserkönig wird zum Schwarzen, Spartiaten kämpfen für die Freiheit und gegen die Tyrannei - da stimmt echt nix, man hätte da echt mehr drauß machen können.
April 12th, 2007 at 13:24
Ach ich werte ganz gern, zum glück kann und darf ichs
Du musst ja meine Wertung nicht annehmen, aber so ist es bei Leuten mit eingeengtem Horizont, die fühlen sich gleich persönlich angegriffen!
April 12th, 2007 at 14:12
Ich weiß ja nicht welcher meiner Äusserungen du entnommen hast, dass ich mich angegriffen fühle, aber da du ja werten kannst ist ja alles gut. Diese stumpfe Zufriedenheit hätte ich auch gerne, welch ein Neid. Und wie groß ein nur deutschsprachiger Horizont ist, frag mal deine Großeltern.
April 12th, 2007 at 15:18
@archi
Eins vorweg, der Film hat mir gut gefallen.
Andererseits kann ich deine Einwände gut verstehen, denn ich habe mich auch schon oft gefragt wieso reale Begebenheiten, die in der Regel schon spannend genug sind. So oft durch Hollywood geändert oder sogar frei erfunden werden müssen (z.B. Gladiator).
Es ist eine zwiespältige Sache - einerseits als Popcorn-Kino, fast sehr gut. Und als Film-Spektakel, scheint er uns beiden gut gefallen zu haben.
Andererseits historisch betrachtet — befriedigend bis ausreichend. (Was ein wenig schade ist).
@ Henge und Soeren
Ich denke sowohl die englische als auch deutsche Sprache, sind sehr kreative Sprachen.
Welche die kreativere ist, da läßt sich darüber streiten, oder auch nicht.
Und vielleicht ist es ja Ansichtssache.
Allerdings einen engen Horizont, hat keiner der hier einen Kommentar hinterlaßen hat.
April 12th, 2007 at 23:30
. Und wie groß ein nur deutschsprachiger Horizont ist, frag mal deine Großeltern.
Versteh ich mit meinem eingeschrenkten Horizont nicht, erklär mal!
Und “Deine Aussage ist deshalb Schwachsinn, weil du eine Wertung vornimmst” wie ist es denn mit der Wertung durch das Wort Schwachsinn?
April 16th, 2007 at 11:56
Hier mal etwas zum Training der Spartaner http://www.piyobo.de/fit_wie_e...ing_der_schauspieler_von_300_0
bzw. als Video http://www.youtube.com/watch?v...5Fschauspieler%5Fvon%5F300%5F0