nebenbei statt nur mittendrin

Knebelvertrag für australischen Taliban

April 2nd, 2007 by Bernhard

meinungsfreiheit

Der Guantanamo-Gefangene David Hicks ist nach 5 Jahren Inhaftierung, zu neun weiteren Monaten Haft verurteilt worden.

Die Reststrafe darf der Australier dann in seiner Heimat absitzen.

Den ausstehenden Teil des Urteils muß er wahrscheinlich wirklich verbüßen. Zumindest wenn es nach Australiens Außenminister Alexander Downer geht, der über den Radiosender ABC mitteilte, dass eine Haftverkürzung nicht in Frage käme.

Diese nach US-Militärangaben milde Strafe, kam zustande weil Hicks ein detailliertes Geständnis über seine Zusammenarbeit mit al-Quaida ablegte.

Auch beteuerte er, “niemals unrechtmäßig durch eine Person oder durch Personen behandelt worden zu sein”, während er von der US-Regierung in Haft gehalten wurde.

Eine einjährige Schweigeerklärunge gegenüber den Medien, gehörte zum Deal.

Sowie auch die Vereinbarung, nach Ablauf dieses Jahres, alle Einkünfte die im Zusammenhang mit diesem Fall stehen, der australischen Regierung zu melden.

Quelle Taz, Link hier.
Quelle Telepolis, Link hier

Das war das erste Urteil im ersten Prozess gegen einen Insassen von Guantanamo.

Und wenn man, auch nur im Allgemeinen, über die Vorgänge rund um dieses Internierungslager informiert ist, erstaunt es kaum.

Gleichgültig macht es trotzdem nicht.

Es bleibt zu hoffen das David Hicks, trotz Redeverbot, bald Auskunft erteilen wird über die gesamten Vorgänge.

Posted in Politik und Gesellschaft |

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