nebenbei statt nur mittendrin

Spinner

Oktober 26th, 2008 by Bernhard

Sorry, für die anspruchslose Überschrift aber eine bessere wollte mir nicht einfallen unter dem Eindruck, dass Hans-Werner Sinn Präsident des IFO-Institutes die Manager von heute mit den in Deutschland verfolgten Juden vergleicht. Diese Verbrechen an den Juden sind seiner Ansicht nach sogar durch die Weltwirtschaftskrise von 1929 ausgelöst worden, was ich übrigens für sehr, sehr zweifelhaft halte, an der angeblich den Juden die Schuld gegeben wurde - und heute gibt man eben den Managern die Schuld.

Zitat von Sinn:

“Damals hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager.”

Alles klar? Verfolgte Juden von gestern = Manager von heute.

Wenn er dann noch von einem “anonymen Systemfehler” spricht der die damalige Krise auslöste und mit der ganzen Analogie die er zieht darauf hinweist, dass es heute genauso ein “anonymer Systemfehler” ist der die weltweite Krise herbeigeführt hat, dann ist dies nicht mehr ekelhaft und verabscheungswürdig aber eben doch Schwach-Sinn.

Aber mal ganz ehrlich, da kommt dieser Typ vom dem Hellseher-Verein mit dem beschränkten Fähigkeiten und nutzt tatsächlich das grauenerregendste Verbrechen der deutschen Geschichte um Mitleid für die Lenker der Wirtschaft zu erschleichen.
Da bleibt wirklich nur eine Schlußfolgerung - Entweder ist der Mann skrupellos oder einfach nur abgrundtief dumm.

Quelle

weitere Kommentare gibt es hier, hier und hier.

Posted in Wirtschaft |

3 Responses

  1. Boris Says:

    IMHO skrupellos, denn die Äußerung war genau kalkuliert.

  2. Bernhard Says:

    Davon gehe ich auch aus, wollte aber aus Gründen der Fairness auch noch eine menschlichere Möglichkeit offen halten.

  3. Kamikaze-Schöngeist Says:

    Auf, auf, ins gänzlich sinnfreie Polarisieren, liebe Medienwelt.

    Ach, wie mich dieses hinter dem Ofen hervorgeholte Schmierentheater doch anödet..

    …”Wann treffen wir uns heute abend, Schatz? Ich habe Sehnsucht nach Deinem süßen Lächeln und Deinem vibrierenden Körper.”

    Das ist das wahre leben.

    Der Rest ist gähnend langweilige Fassadenwelt-Aufrechterhaltungs-Performance für von materiellen Werten allzu abhängigen spätpubertären Macht-Streberleins.

    Übrigens, der Herr Sinn sieht doch eigentlich ganz lieb aus.

    Ist “Sinn” nicht auch ein jüdischer Name? Ich würde mich an seiner Stelle sehr gegenüber meinen Vorfahren schämen, wenn ich die Judenverfolgung so verbaggatellisiere, wie er es offenbar getan hat.

    Hier ist zwingend eine ernstgemeinte Bitte um Vergebung gegenüber den eigenen Vorfahren von Nöten, bevor diese allzu propellerhaft in ihren Massengräbern zu rotieren beginnen. Sonst gleicht Auschwitz bald noch einem Großflughafen.

    Ende der Durchsage.

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