nebenbei statt nur mittendrin

Mos Def

Juni 21st, 2009 by Bernhard

Nach den ganzen Politik-Beiträgen die ich gebloggt habe, kommt es mir irgendwie seltsam vor auch mal wieder Musik zu posten, aber hey, wer Hip Hop mag, weiß warum ich das tun musste.

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Piraten werden geentert

Juni 20th, 2009 by Bernhard

Ich verstehe warum die Piraten den SPD-Abgeordneten Jörg Tauss aufnehmen, halte es aber für sehr unklug, ungefähr so unklug als wenn Lothar Matthäus in die U21-Nationalmannschaft berufen werden würde.

Loddar ist verdorben dadurch das er beim FC Bayern gespielt hat, er kann keine neuen Impulse mehr setzen, er zieht die mediale Öffentlichkeit auf sich und sein negativ besetztes Image. Neues würde es vom ihm auch nicht geben bis auf seinen berühmten Namen und vielleicht auch gerade durch diesen Unruhe im Team. Kein U21-Nationalspieler würde jubeln wenn er mit jemanden zusammen arbeiten müsste der Fußball spielt wie aus dem Jahre 1990, weil er nämlich nicht mehr zeitgemäß ist.

Genau dies trifft aber alles auf Tauss zu. Warum in aller Welt freuen sich viele so sehr, dass der Ex-Spdler Tauss zu den Piraten wechselt?

Was soll das bringen?

Die Erfahrungen die er im Bundestag und in seiner politischen Karriere gemacht hat, auf die kann ich gut verzichten. Ich wünsche mir Piraten die unkontaminiert in den Bundestag einziehen und nicht schon jetzt die Ausgestoßenen der SPD aufnehmen. Damit will ich nichts gegen SPD- oder von mir aus auch CDU-Leute von der Basis sagen, da gibt es wirklich sehr gute Leute, die ihre Arbeit sehr ernst nehmen. Aber einen der schon so verdorben ist durch den Bundestag-Alltag? Nee, danke. Auch das Argument seiner Internetkompetenz zieht bei mir gar nicht, denn diese ist in der Piratenpartei im Überfluss vorhanden.

Überhaupt wenn der Tauss es so gut meinen würde hätte er bezugnehmend auf seine Kipo-Klage , abgewartet bis diese durchgestanden ist und dann zu den Piraten gewechselt, aber doch nicht jetzt. Er kann momentan soviel Schaden anrichten, mit den Vorwürfen die er mitbringt, weil er ein so einfach anzugreifendes Ziel für alle etablierten Parteien und die Medien ist. Und ja, ich weiß, natürlich gilt die Unschuldsvermutung, aber hilft das in einem bestimmt schmutzigen Wahlkampf auch? Sicher nicht.

Es ist jetzt nicht so das ich Jörg Tauss verteufeln möchte, weil dafür hat er auch schon zu viel Gutes getan, aber taktisch gesehen ist dies ein sehr schlechter Schachzug der Piraten-Partei und wirkt schon fast naiv. Wenn man unbedingt einen Promi-Politiker in seinen Reihen haben will, dann sollte man wenigstens warten bis die Vorwürfe gegen ihn eingestellt sind (ich glaube an seine Unschuld, weiß es aber natürlich genauso wenig wie jeder andere).
Jörg Tauss war sicher der beste Internet-Experte seiner Partei, einer der twittert, bloggt und wirklich fachlich fundierte Meinungen in die Debatte eingebracht hat, aber freuen tue ich mich über diese Meldung nicht.

Bleibt nur zu hoffen, dass ich Unrecht mit meiner Meinung habe, sowie, dass mich die Bundestagswahl eines besseren belehrt. Die Piraten wähle ich natürlich trotzdem und in dem Fall Tauss würde ich mich auch sehr gerne täuschen.

Hier noch ein Video-Interview von Jörg Tauss zum Beitritt in die Piratenpartei.

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Zensursula-Song

Juni 20th, 2009 by Bernhard

Endlich hat die Laiin ihr eigenes Lied bekommen.

Hier gibt es kostenlos die MP3.

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Gameware.at soll indiziert werden

Juni 18th, 2009 by Bernhard

Wie wahrscheinlich vielen auffällt ist die TLD der Seite eine österreichische und diese soll auf Bestreben der KJM indiziert werden, wohlgemerkt einer deutschen Institution. Auf gameware.at kann man darüber folgendes lesen:

die bayerische KJM will uns indizieren lassen: die Kommission für Jugendschutz der Landesmedienanstalten hat der BPjM einen Antrag gesendet uns indizieren zu lassen, soll heissen, in Deutschland wäre dann die Nennung des Names Gameware verboten. Begründung: durch unsere Website (die dort offensichtlich niemand genau angeschaut hat, wo um alles in der Welt laufen dort “Gewaltvideos”) droht eine “sozial-ethische Desorientierung”, “Verrohung Heranwachsender” und “nachhaltiger Empathieverlust”. Unsere Spiele lassen ausser dem Töten aller Gegner keinerlei Spielziele erkennen usw … (ps: auf der Front sind u.a. Anno 1404, Aion, Divinity 2 beworben).

Sehr ehrlich und treffend ist auch folgende Aussage von Gameware, die ich hier auch mal gerne zitiere:

Was haltet Ihr davon ? Uns kanns eigentlich wurscht sein, aber wenn ich in Deutschland leben würde, langsam tät ich Angst kriegen.

Ja, ich glaube so geht es vielen die hier leben. Hoffentlich kommt nie der Tag an dem wir sagen müssen, lasst uns noch einmal leise “Gameware” sagen. Servus dann.

via Joe Hallenbeck in den Kommentaren von netzpolitik.org

Update v. 19.06.2009

SPON berichtet auch.

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Volker Pispers - Bis neulich 2009

Juni 18th, 2009 by Bernhard

via

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Boykott der Verursacher

Juni 17th, 2009 by Bernhard

Wenn ich einfach mal vorraussetze, dass der hauptsächliche Urheber der Internetzensur die da geschaffen werden soll die Film- und Musikindustrie ist (was ich wirklich glaube), wie würden deren Lobbyisten, die meiner Meinung nach, massiven Einfluß auf die Politik haben, reagieren müssen wenn man ihre Produkte bestreiken würde. Kein Kino, keine DVD, keine CD, wenn nichts von alledem noch Einzug halten würde in das Leben all derer die gegen die Sperren bzw. dieses Gesetz sind. Ich bin mir ganz sicher dann würde sich ganz schnell einiges ändern.
In diesem Fall würden die nämlich merken wer ihre Kunden eigentlich sind und sie wären gezwungen mit in die Debatte einzusteigen.
Wenn dies alles nur allein schon von den Unterzeichnern der Petition gegen Internetzensur eingehalten werden würde, sagen wir mal für drei Monate, dann würden sich garantiert einige Politiker drehen und wir hätten eine Diskussion wie es sie in Deutschland schon lange nicht mehr gegeben hat.

Und wenn das nicht Anreiz genug ist stellen Sie sich einfach die Gesichter der “Macher” vor, bei Gewinneinbußen in zweistelligen Prozentbereich. Na, sehen Sie, dass könnte echt Spass machen.

Ach ja, und staatliche Lotterien sollte auch keiner mehr unterstützen.

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Alles Gute kommt von oben

Juni 14th, 2009 by Bernhard

An der Uni Hannover gab es eine schöne Aktion gegen die geplannten Internetsperren. Die echte Zensursula ist übrigens die vor dem Podest und für alle die nicht mehr so gut sehen können bzw. noch immer nichts verstanden haben hier nochmal der Text vom Transparent:

Erst wenn die letzte Kritik zensiert ist, die letzte Satire gelöscht und der letzte Internetuser erfasst, werdet ihr merken, dass es im Netz immer noch Kinderpornographie gibt.

Laut Fefe sah sich die Laiin dann wohl zu einer wütenden Gegenrede genötigt und schimpfte, die Studenten sollen ihre Energie lieber in die Bekämpfung von Kinderpornographie als in Proteste stecken.

Ist sie nicht herzallerliebst die Ursel?

Zensursularede

via

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Journalismus in der Vertrauenskrise

Juni 13th, 2009 by Bernhard

Ich gestehe hier, ich mag Journalisten, ich mag Günter Wallraff (auch den neuen), Heribert Prantl, Andrian Kreye, den halb Blogger halb Journalist Jens Berger einige andere und bestimmt sogar welche von denen ich nicht mal den Namen kenne. Trotz alledem wird es immer augenscheinlicher, wie schlecht es in diesem Land um den Journalismus bestellt ist, für sich alleine gesehen ist schon die Entwicklung des “ehemaligen Nachrichtenmagazins” Spiegel, wie ein sehr bekannter Blogger es immer wieder liebevoll bezeichnet, ein Erdrutsch gen den Abgrund der Berichterstattung. Jetzt bringt eine Studie der TU Dresden für die tausend Deutsche befragt worden sind ziemlich genau auf den Punkt, was ich auch denke und anscheinend auch die meisten Teilnehmer.

Ich habe mal zwei Auszüge veröffentlicht, die ich sehr treffend finde, den ganzen Text kann wer will hier nachlesen.

Die Politik-Berichterstattung wird darüber hinaus von fast zwei Dritteln der Befragten als zu wenig objektiv kritisiert, obwohl gerade Objektivität von ebenfalls zwei Dritteln erwartet wird. Fast zwei Drittel glauben, Journalisten unterdrückten häufig Stellungnahmen von Experten, die anderer Meinung sind als sie selbst.

Eine deutliche Mehrheit der Befragten beschreibt Journalisten als käuflich. Rund zwei Drittel glauben, dass bezahlte Recherchen häufig vorkommen oder dass die Interessen von Anzeigenkunden auch in der redaktionellen Berichterstattung berücksichtig werden. Bemerkenswert ist dabei, dass diese Praxis vielen als nicht verwerflich erscheint. Die Akzeptanz dieser ethisch zweifelhaften Praktiken ist dabei unter jungen Deutschen besonders groß. Schließlich fehlt es der Bevölkerung an einer klaren Vorstellung davon, was Journalismus ist und was nicht. Viele unterscheiden nicht mehr zwischen Journalismus und PR. Die Formate des Internet verstärken diesen Trend. Unter den 18- bis 24-Jährigen versteht jeder Zweite Blogging als Journalismus.

via

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Gallien - und das ist auch gut so

Juni 12th, 2009 by Bernhard

Zensursula und/oder der Rest der Bande hat gelogen, nicht wirklich überraschend, aber jetzt dokumentiert.
Die Bild kürt einen der wenigen Politiker der den Mumm hat sich gegen die Internetsperren einzusetzen zum Verlierer des Tages und alles scheint so zu sein wie es immer ist……………… außer in einem kleinen Dorf in Gallien, in dem die Leute dieses Internetdingens bedienen können, dort regt sich Widerstand.
Ringsherum ist man entweder zu sehr angeekelt um sich noch ernsthaft mit der deutschen Politik auseinanderzusetzen, man kennt keine Verbündeten oder man ist schlicht und einfach Fernsehzuschauer.

Werden die Politiker und die bösen (ja, nicht alle sind böse) Medien den Galliern ihr Internetdingens stehlen oder nicht?

Wie auch immer Nebenebolix wünscht, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fallen möge.

Aufgdeckte Lüge via Knüwerix
Blöd-Meldung via Lanumine

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Grandiose Ahnungslosigkeit

Juni 11th, 2009 by Bernhard

Wer vermutete unsere Regierung wäre ahnungslos in Bezug auf die Internetsperren, kann dies jetzt hier auch nochmal schwarz auf weiß haben. Ein kleiner Auszug, kopiert vom odem.blog:

Frage: In welchen Ländern steht Kinderpornographie bislang nicht unter Strafe?
Antwort: Dazu liegen der Bundesregierung keine gesicherten Kenntnisse im Sinne rechtsvergleichender Studien vor. [...]

Frage: Wie viele Server [...] stehen in Ländern, in denen Kinderpornographie nicht unter Strafe steht?
Antwort: [...] [Die Bundesregierung] hat keine Informationen über Serverstandorte in solchen Ländern.[...]

Frage: Über welche wissenschaftlichen Erkenntnisse verfügt die Bundesregierung im Zusammenhang mit der Verbreitung von Kinderpornographie [...]
Antwort: Die Bundesregierung verfügt über keine eigenen wissenschaftlichen Erkenntnisse. [...]

Frage: In welchem Umfang plant die Bundesregierung die vergabe einer wissenschaftlichen Studie über das Ausmaß und die Wege der Verbreitung von Kinderpornographie im Internet und Wege zur Effektiven Bekämpfung solcher Inhalte?
Antwort: Die Bundesregierung plant derzeit nicht die Vergabe einer wissenschaftlichen Studie. [...]

Frage: Welche Sperrlisten anderer Länder hat die Bundesregierung untersucht?
Antwort: Die Bundesregierung hat keine Sperrlisten untersucht. [...]

Frage: Auf welche Datengrundage stützt sich die Bundesregierung bei der Einschätzung des kommerziellen Marktes für Kinderpornographie in Deutschland?
Antwort: die Bundesregierung verfügt über keine detaillierte Einschätzung des kommerziellen Marktes für Kinderporngraphie in Deutschland. [...]

Frage: Wie Hoch schätzt die Bundesregierung die Gefahr ein, dass Anbieter und Interessenten von Kinderpornographie die Sperren für sich ausnutzen, um zu ermitteln, ob sie sich bereits im Fokus von Ermittlungen befinden? [...]
Antwort: Die Bundesregierung sieht hierin keine Gefahr. [...]

Es sieht schwer danach aus als ob die Damen und Herren ein “Mut zur Wissenslücke”-Seminar besucht haben, weil anders kann ich mir das ohne beleidigend zu werden nicht erklären.

Ach ja, der Vollständigkeit halber soll noch erwähnt sein, dass die Antworten aus einer kleinen Anfrage einer Oppositions-Partei resultieren, die aber dann wenn mit in der Regierung sowieso umfällt wie alle anderen auch.

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