nebenbei statt nur mittendrin

Trent Reznor erklärt wie man Kohle macht

Juli 10th, 2009 by Bernhard

Ehrlich gesagt kaufe ich Musik, und das sogar in Geschäften die man eigenständig betreten muss, wenn man von ihnen etwas erwerben will. Die Werke der Sängerinnen sowie Sänger und/oder Bands nehme ich dann mit nach Hause, eingebrannt auf einer silbernen Scheibe, die sich wahlweise CD oder DVD nennt. Es macht mir Spass diese vorsintflutlichen Verpackungen der Silberlinge anzuschauen und so manches mal nur aufgrund der Optik die der Hülle gegeben ist, den Schöpfern der Klänge ein Ohr zu schenken. Ja, es erscheint mir manchmal sogar so wie es einem Kind in einem riesigen Süßigkeitenladen gehen muss wenn es an all den Leckereien, die es mit seinen bunten Farben und Formen locken wollen, entlang schreitet.

Kurzum mir bereitet der klassische Musikkauf gute Laune und ein Tausch gegen einen langweiligen, nichtmateriellen Download kommt für mich gar nicht in Frage - Koste es was es wolle oder eben auch koste es nix. Sicher schau ich mir Videos zu Songs auf youtube an, höre lastfm oder nutze bspw. musicovery aber runterladen würde ich es nie, es dient lediglich der Orientierung, um nicht in der schier endlosen Auswahl der Musicstores zu versacken.

Aus diesem meinem “Laster” hat sich ergeben, dass ich mich nie so wirklich für die Filesharing-Diskussion interessiert habe, mit Ausnahme natürlich des Punktes, dass die Musikindustrie versucht unsere Freiheitsrechte einzuschränken.

Das es so nicht weitergeht mit der Vermarktung war mir klar, aber ich habe keine klare Vorstellung gehabt wie man dem Dilemma begegnen soll, dass es natürlich gut ist wenn Menschen Musik frei zugänglich gemacht wird, es aber schlecht ist wenn die Musiker dabei auf der Strecke bleiben. Just in diesem Moment kommt dann Trent Reznor von den Nine Inch Nails und hat eine sehr gute, nachvollziehbare Idee, bei der als schönes Nebenprodukt die Musik-Konzerne, die uns so Sachen wie DSDS verkaufen wollen, gar nicht mehr gebraucht werden und somit natürlich auch mehr Geld direkt an die Künstler fließen könnte. Aber lesen Sie selber.

“Forget thinking you are going to make any real money from record sales. Make your record cheaply (but great) and GIVE IT AWAY. As an artist you want as many people as possible to hear your work. Word of mouth is the only true marketing that matters.
To clarify:
Parter with a TopSpin or similar or build your own website, but what you NEED to do is this - give your music away as high-quality DRM-free MP3s. Collect people’s email info in exchange (which means having the infrastructure to do so) and start building your database of potential customers. Then, offer a variety of premium packages for sale and make them limited editions / scarce goods. Base the price and amount available on what you think you can sell. Make the packages special - make them by hand, sign them, make them unique, make them something YOU would want to have as a fan. Make a premium download available that includes high-resolution versions (for sale at a reasonable price) and include the download as something immediately available with any physical purchase. Sell T-shirts. Sell buttons, posters… whatever.”

Makes sense or not?

via

Posted in Gute Sache, Live dabei gewesen, Musik |

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