nebenbei statt nur mittendrin

Wer nicht wählen will soll zahlen

Juni 10th, 2009 by Bernhard

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörn Thießen fordert einen Wahlzwang, wahrscheinlich wegen dem desaströsen Wahlergebnis seiner Partei und wohl auch um seinen Namen mal in der Zeitung lesen zu können.

Wir Politiker müssen im Parlament abstimmen, das kann man auch von den Wählern bei einer Wahl verlangen. Wer nicht zu einer Wahl geht, sollte 50 Euro Strafe zahlen.

Das die Nichtwähler vielleicht einfach die Nase voll haben von unseren wählbaren Politikern ist ihm anscheinend noch nicht in den Sinn gekommen. Trotzdem möchte ich ihn aber loben für folgenden Satz, der aus dem Kontext seiner Aussage gerissen richtig sinnvoll ist und den ich einfach mal für sich selbst sprechen lasse.

“Demokratie ohne Demokraten funktioniert nicht”

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Lesetipp

Juni 9th, 2009 by Bernhard

Wer Zeit hat und nicht davor zurückscheut auch mal einen längeren Artikel im Internet zu lesen, dem kann ich diesen Artikel nur sehr empfehlen.

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Leserbrief eines verhinderten Amokläufers

Juni 9th, 2009 by Bernhard

Hier beschreibt ein Leser eines Gamer-Magazins wie und warum er fast zum Amokläufer geworden wäre.

Als ich an der Werkstatt meines Vaters war ließ ich mein Fahrrad fallen und begab mich tränenüberströmt zum Waffenschrank. Mein Vater hatte Waffen und ich wusste auch damit umzugehen, wir hatten immer wieder Zielübungen auf Bierdosen oder Ü-Ei Figuren unternommen. Mir war alles egal. Ich wollte diese Menschen töten, einen Befreiungsschlag ausüben, Rache nehmen für die Jahre der Hölle auf Erden, die man mir bereitet hatte. Ich wollte nur noch den Tod. Den der anderen und/oder meinen eigenen. Egal. Es sollte einfach nur enden. An diesem Tag. Mir war alles egal.

Der Beitrag ist sehr lesenswert und sicher auch sehr nützlich für die Ursachenforschung von Amokläufen im speziellen und für die Killerspieldebatte im allgemeinen.

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Notrufsäule für alle und alles

Juni 9th, 2009 by Bernhard

Ich weiß gerade nicht ob man darüber schreiben sollte oder ob es die Zeit nicht wert ist, auch weiß ich nicht ob ich lieber lachen oder weinen soll, wenn mich diese neue irrwitzige Idee allerdings verwirren soll, dann hat sie diesen Zweck wenigstens schon mal erfüllt.

Also zur Sache, wie Heise berichtet spricht sich Klaus Jansen vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) für mehr Sicherheit im Netz aus - soweit nichts neues und der Laiin hat er schon ein umsetzungsreifes Konzept vorgelegt - was mich auch keineswegs überrascht.

Dieses wahrlich wahnsinnig ausgeklügelte Konzept beinhaltet eine Aufklärungskampagne unter dem Motto “Der 8. Sinn im Netz” und das Online-Angebot “Web Patrol” mit dem man, was auch immer man meint melden zu müssen, melden kann.

Zitat von der BDK-Seite, die ich nicht verlinken werde:

Bei allem Positiven, das die Online-Welt bietet, wird das Internet zunehmend als Medium für die Vorbereitung und die Ausführung abweichenden Verhaltens, bis hin zur Durchführung krimineller Taten genutzt.

(und dagegen will man dann vorgehen)

Diese Aussage von einer anscheinend offizielen Seite, ich hoffe immer noch, dass es sich um eine Satire handelt, hat dann zu bereits oben erwähnter Verwirrung geführt und in mir kleine Zweifel geschürt, dass es sich wirklich um eine gut durchdachte Sache handelt. Ich will damit nicht sagen, dass mir so etwas gefallen würde, nee überhaupt nicht, aber könnte es nicht wenigstens ein bisschen durchdacht sein?
Also wie schon erwähnt, nach dieser Definition kann ja, jeder nach Gusto, jeden……. aber es kommt noch härter, nicht nur jeden sondern auch Spanier wie dieser Teil vom Heise-Artikel belegt:



Die parallel zum Browser laufende Software soll “so eine Art Notrufsäule” im Netz sein, “ein 110 im Internet”, erklärt Carstensen. Darüber können Internetnutzer unter Angabe von Name und E-Mail Inhalte melden, die ihnen “spanisch vorkommen”.

Ich bin mir nicht sicher, aber im vorauseilenden Gehorsam sag ich hier schon mal Tatütata Tatütata.

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Regierung jetzt auch für Kinder

Juni 8th, 2009 by Bernhard

Unsere Regierenden kindgerecht erklärt - Ein Geheimtipp für alle besorgten Eltern.

Bundesregierung

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Niemand für Europa

Juni 8th, 2009 by Bernhard

nichtwaehler2009 Es sieht schwer danach aus als ob die Mehrheit der Wahlberechtigten in Deutschland von niemanden im EU-Parlament vetreten werden will oder zumindest von niemanden der zur Wahl angetreten ist.
Niemand ist der große Sieger des Wahlabends und konnte zur vorherigen Wahl sogar noch ein wenig zulegen, überhaupt muss man feststellen, dass Niemand sein Ergebnis seit Beginn der Europawahlen 1979 kontinuirlich steigern konnte und man sich somit mal fragen sollte, ob vielleicht Niemand die Zukunft für Europa wäre.



Ich bin ja für die Piraten aber direkt danach kommt für mich auch Niemand.

via Quelle

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Warum Piraten?

Juni 7th, 2009 by Bernhard

Die Ruhrbarone die in letzter Zeit auch Schlagzeilen in den alten Medien geschrieben haben, wegen ihrer Berichterstattung zur Anwesenheit der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin im Europaparlament, haben einen sehr interessanten Artikel zum Thema Piratenpartei veröffentlicht.

Es gibt das Argument gegen die Piraten, dass es sich nicht lohnt eine kleine Partei zu wählen, sondern dass es sinnvoller ist, die Inhalte, die einem wichtig sind, in die großen Parteien einzubringen. Das Argument hat einen langen Bart und wurde schon immer von den Anhängern etablierter Parteien vorgebracht. Und es ist falsch. Es hat sich für die Arbeiter gelohnt, im 19. und 20. Jahrhundert die SPD zu wählen, um die eigenen Interessen voran zu treiben, und es war für die Ökos der 80er richtig, für die Grünen zu stimmen und nicht darauf zu setzen, dass SPD, CDU und FDP sich irgendwann einmal des Themas Umwelt annehmen. Wer glaubt, eine Partei von innen verändern zu können, ist wahlweise naiv oder dumm: Gerade bei den großen Parteien findet Politik auf Ortsvereinsebene, da, wo das Neumitglied sich engagieren kann, kaum statt. Ein Freund von mir bezeichnet die Treffen seines SPD-Ortsvereines als „Rentnerbespaßung“ und meidet sie längst. Bei der CDU sieht es kaum anders aus. Wer da etwas bewegen will, muss bereit sein, große Teile seiner Lebensenergie zu verschwenden – aus guten Gründen will das kaum jemand, weswegen die Parteien unter Mitgliederschwund und Überalterung leiden.

Auch wenn ich den Vergleich mit der Arbeiterbewegung, die, heutzutage kaum zu glauben, die SPD zur Volkspartei machte, für etwas übertrieben halte, finde ich ihn tendenziel sehr richtig. Die Grünen von Brokdorf mit den Piraten gleichzusetzen ist allerdings ein Punkt, den ich noch besser nachvollziehen kann und blindwegs unterschreibe und das auch mit einem Kreuzchen.
Ich hoffe sehr, dass die Piratenpartei für die Zukunft einen ähnlichen Erfolg wie die Grünen erringen kann und wünsche den Mädels und Jungs alles Gute.

Piratenpartei

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Schau an der Wiefelspütz

Juni 6th, 2009 by Bernhard

Entweder hat sich der gute Mann verplappert oder er ist der einzige der den Mumm hat, dass zu sagen, was jetzt wirklich jeder verstanden haben sollte.

Der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz hat sich dafür ausgesprochen, die im Gesetzentwurf gegen Kinderpornografie vorgesehene Sperrung von Internetseiten auch auf andere kriminelle Seiten auszuweiten. “Natürlich werden wir mittel- und längerfristig auch über andere kriminelle Vorgänge reden”, sagte Wiefelspütz der “Berliner Zeitung” (Samstagsausgabe). “Es kann doch nicht sein, dass es im Internet eine Welt ohne Recht und Gesetz gibt.” Er könne sich vorstellen, auch Seiten mit verfassungsfeindlichen oder islamistischen Inhalten zu blocken, sagte der SPD-Politiker.

Zensurnews via

Alles was Sie schon immer über Wiefelspütz wissen wollten, aber bisher nie zu fragen wagten - gibt es hier.

Update v. 07.06.2009

Auf abgeordnetenwatch.de behauptet Wiefelspütz beim Artikel der B.Z. halte es sich um eine bösartige Fälschung seiner Auffassungen. Danke an Hendrik für die Info.

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Klerikale Zustände vs. Lebensrisiko

Juni 5th, 2009 by Bernhard

Die Innenministerkonferenz beschließt ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von sogenannten Killerspielen, womit wahrscheinlich Ego-Shooter gemeint sind und ich beschließe gerade mich zu fragen wo ich hier eigentlich lebe.
Anstatt das Problem an der Wurzel zu packen wird im blinden Aktionismus einfach ein Verbot beschlossen das nichts aber auch gar nichts ändern wird. Dieses Verbot ist geradezu das beste Zeichen, dass sich nichts ändern wird und zwar aus dem Grund weil den Betroffenen schon wieder nicht zugehört worden ist, so wie es sympthomatisch für unsere Gesellschaft ist. Die Entscheidungsträger labbern, machen, tun und die, die wirklich Ahnung haben oder sich gerne ausdrücken würden, werden nicht gehört.

Und überhaupt es gibt eben ein gewisses Lebensrisiko mit dem wir alle leben müssen, sei es im Straßenverkehr, auf der Arbeit oder eben z.B. in der Schule und das ist überhaupt nicht zynisch gemeint, sondern so, dass wir gerade was Amokläufe betrifft mehr Ursachenforschung brauchen und uns wohl als Gesellschaft insgesamt wandeln müssen damit jugendliche Verzweiflung nicht in einem Meer aus Blut und Tränen endet.
Wer meint er könnte mit einem Verbot von Killerspielen die zerrüttete Psyche von einzelnen Jugendlichen heilen ist entweder ein Phantast oder ein Populist.

Außerdem, um mal die eigene Erfahrung zu Wort kommen zu lassen, sind die Spieler von Ego-Shootern aus meinem Umfeld, äußerst friedfertig, eben das genaue Gegenteil von gewaltbereit.

Ich vermisse auch etwas den Aufschrei in der Blogosphäre und verlinke daher mal ein paar Artikel die ich zum Thema gefunden habe und zwar hier, hier, hier und hier.

Update v. 05.06.2009

Hier erläutert Herr Vetter satirisch wie dämlich das Verbot ist.

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Kinderspitzel und Befindlichkeiten

Juni 4th, 2009 by Bernhard

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Bremens Innensenator Ulrich Mäurer hält den Einsatz von jugendlichen Testkäufern für ein probates Mittel um den illegalen Verkauf von Alkohol an junge Menschen zu bekämpfen.

Ich halte das auch für eine tolle Vorbereitung um eine Spitzelkarriere zu starten. Der Bedarf ist schließlich groß und das nicht nur von seiten der Geheimdienste, Behörden usw. sondern mittlerweile ja auch in der Wirtschaft. Aufschwung wir kommen.

Wir sind ja überhaupt auf einmal so kinderfreundlich in Deutschland, einzige Ausnahme vielleicht, dass wir Angst haben vor den Befindlichkeiten von Behörden anderer Staaten, wenn wir dort ansäßige Provider direkt bitten würden KiPo vom Netz zu nehmen

Kinderspitzel via

Befindlichkeiten von Behörden anderer Staaten via

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