Auf eine meiner Meinung nach nicht ganz ironiefreie Anfrage eines Nutzers von Abgeordnetenwatch gibt Hr. Doktor Wiefelspütz von der CDUSPD-Partei seine Meinung zum Internet und zur Netzkultur preis, ich habe schon auf die Antwort dieser Frage gewartet und yep there it is und yep er hat nicht gecheckt wohin er mit dieser Frage gelenkt werden sollte.
Hier ein kleiner Auszug aus seiner Antwort die in der Netzgemeinde bestimmt auf viel Gegenliebe stoßen wird.
Ganz generell scheint mir das Internet zunehmend von einer Verrohung der Sitten und einem abstoßenden Narzismus geprägt zu sein. Ich möchte gleichwohl das Internet nicht missen. Es zu einem Demokratisierungstool hoch zuschreiben, halte ich freilich für völlig unangemessen. Vor allem aber ist das Internet eine “Lebenszeitvernichtungsmaschine”.
Hmm, wenn er nicht immer “Internet” sagen würde, würde ich behaupten er meint den Bundestag.
Eine Art Best of Wiefelspütz, findet man übrigens hier.
Sorry, für die anspruchslose Überschrift aber eine bessere wollte mir nicht einfallen unter dem Eindruck, dass Hans-Werner Sinn Präsident des IFO-Institutes die Manager von heute mit den in Deutschland verfolgten Juden vergleicht. Diese Verbrechen an den Juden sind seiner Ansicht nach sogar durch die Weltwirtschaftskrise von 1929 ausgelöst worden, was ich übrigens für sehr, sehr zweifelhaft halte, an der angeblich den Juden die Schuld gegeben wurde - und heute gibt man eben den Managern die Schuld.
Zitat von Sinn:
“Damals hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager.”
Alles klar? Verfolgte Juden von gestern = Manager von heute.
Wenn er dann noch von einem “anonymen Systemfehler” spricht der die damalige Krise auslöste und mit der ganzen Analogie die er zieht darauf hinweist, dass es heute genauso ein “anonymer Systemfehler” ist der die weltweite Krise herbeigeführt hat, dann ist dies nicht mehr ekelhaft und verabscheungswürdig aber eben doch Schwach-Sinn.
Aber mal ganz ehrlich, da kommt dieser Typ vom dem Hellseher-Verein mit dem beschränkten Fähigkeiten und nutzt tatsächlich das grauenerregendste Verbrechen der deutschen Geschichte um Mitleid für die Lenker der Wirtschaft zu erschleichen.
Da bleibt wirklich nur eine Schlußfolgerung - Entweder ist der Mann skrupellos oder einfach nur abgrundtief dumm.
Vor einiger Zeit habe ich entdeckt wie genial diese Band eigentlich war, daher hier wieder ein Beitrag mit Video, denn Sound und Performance sind einfach zu geil. Will meinen, ich muss das bloggen.
Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki erträgt die Niveaulosigkeit des Deutschen Fernsehpreises nicht und lehnt aus diesem Grund die Ehrung für sein Lebenswerk ab.
Herrlich.
Elke Heidenreich faßt diesen “Eklat”, wie manche Medienvertreter es nennen wenn endlich mal jemand die Wahrheit sagt, hier zusammen.
Schon als ich die ersten Zeilen las kam ich aus dem Lachen nicht mehr raus, die Bundesregierung will einen E-Mail Service namens “De-Mail” einführen und dies auch noch mit dem lustigen Feature eines “elektronischen Safes” in dem man verschlüsselt wichtige Dokumente und Daten aufbewahren kann.
Und wer jetzt noch immer eine ernste Miene macht, dem kann ich noch verraten, dass die Telekom bei der Sache auch mit von der Partie ist.
Rechtsanwalt Udo Vetter meinte übrigens dazu:
Herr Schäuble sollte vielleicht gleich noch die Nutzung anderer E-Mail-Dienste außer De-Mail zur Straftat machen. Ansonsten dürfte es schwer werden, mich zu einer Anmeldung zu bewegen.
Besprühte Wände, Bahnhöfe usw. hatten für mich schon immer einen urbanen Chic und Reiz dem ich mich nicht entziehen konnte. Die Abenteuerlust, Kreativität und der Ungehorsam dieser Szene läßt mich immer noch an eine Welt denken, die nicht von totaler Fremdbestimmung über die Jugend geprägt ist und in der diese auch mal rebellieren darf.
Ich selber rebellierte auf diese Art mit ca. 15 Jahren in Begleitung von zwei Freunden und drei Sprühdosen auf einem stillgelegten Grubengelände mit eher mäßigem Erfolg und der Einsicht, dass künstlerischer Tatendrang der Feinmotorik vorraussetzt nicht so ganz mein Ding ist, umso mehr respektiere ich natürlich die Arbeit begabterer Zeitgenossen - allerdings mit der Einschränkung (ist das jetzt lame?), dass kein Privateigentum ohne Genehmigung verziert wird, bei Zügen, grauen Bahnhöfen usw. denk ich nur ganz klassisch deutsch “What the fuck”. Nun gut, genug geschnackt, wer einen Teil der Zukunft dieser Straßenkunst sehen will, sollte sich den unten stehenden Clip anschauen.
Erotikunternehmer erklärt im TAZ-Interview, dass er schon seit zwei Jahren im Besitz der 17 Millionen von T-Mobile gestohlenen Kundendatensätze ist. Heise berichtet von 14.000 Handynummern die Polizisten zu Dienstzwecken zur Verfügung gestellt wurden und die jetzt im Internet kursieren.
Ich bin schon gespannt wie die Reaktionen aus der Politik dazu aussehen, schließlich geht es doch um die, die zum einen meine Daten speichern und zum anderen die, die auf diese Informationen Zugriff haben. Mein Vertrauen in riesige Datenansammlungen und deren Sicherheit, mal ganz abgesehen von mißbräuchlicher Verwendung, wird dadurch nicht gerade gestärkt.